Liberia: Verhinderung und Behandlung der Geburtsfistel
Seit 2009 unterstützt der Zonta-Club Hamburg dieses von Zonta International in Zusammenarbeit mit dem UNFPA durchgeführte Projekt: In Liberia leben geschätzt 3,5 Mio. Menschen, die Müttersterblichkeit liegt bei einer Anzahl von 578 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten sehr hoch. Auch wenn die Mütter die Geburt überleben, ist die medizinische Versorgung so schlecht, dass die Geburten häufig zu schweren Verletzungen und anhaltenden Behinderungen führen. Die sogenannte Geburtsfistel ist eine von diesen schweren Behinderungen. Sie führt häufig zur Inkontinenz der Frauen, sie werden sozial geächtet und zu 57 % von ihren Männern und Familien verstoßen. Ziel des Projektes ist es, dem Entstehen der Geburtsfistel bei Müttern vorzubeugen und Patientinnen zu behandeln, sowie sie wieder in den Alltag zu integrieren. Die Geburtsfistel ist zu 90 % heilbar.
Ruanda: Verhinderung der HIV-Übertragung von Mutter zu Kind
In Ruanda sind Frauen und Kinder ganz besonders von dem HIV-Virus betroffen. Während des Völkermordes im Jahre 1994 wurde Vergewaltigung gezielt als Kriegswaffe eingesetzt. Hierüber wurde der HIV-Virus bei Frauen stark verbreitet. Fast 5% aller schwangeren Frauen in Ruanda sind HIV-positiv und laufen Gefahr, das Virus auf ihre Babys zu übertragen. Ziel des in Zusammenarbeit mit UNICEF durchgeführten Projektes ist es, die Übertragung des HIV-Viruses von Mutter zu Kind zu verhindern. Die betroffenen Mütter werden pränatale und gynäkologische Betreuung zur Verfügung gestellt, sie erhalten Zugang zu Organisationen, die sie im Bereich Familienplanung beraten, schwangere Frauen werden mit Nahrung versorgt und psychologisch betreut.
Guatemala und El Salvador: Sichere Städte für Frauen in Guatemala City und San Salvador
Gewalt in Städten in Lateinamerika ist ein dringendes Problem. Die Mordrate liegt 114% über dem Weltdurchschnitt. Ziel des zusammen mit UNIFEM durchgeführten Projektes ist es, in den Städten Guatemala City, Guatemala und San Salvador, El Salvador die Sicherheit für Frauen zu erhöhen. Frauen vor Ort sollen mit den örtlichen Behörden und Stadtplanern zusammenarbeiten, um praktische Lösungen und städtische Konzepte zu entwickeln, mit welchen die Risiken von Gewalt gegen Frauen in diesen Städten minimiert werden können. Das Projekt ist Teil eines größeren UNIFEM-Programmes, das in vier städtischen Gegenden in Lateinamerika implementiert ist.
Im Rahmen der Zonta International Strategy to end Violence Against Women (ZISVAW) fördert Zonta International zudem:
Kombodscha, Nepal und Uganda: Entwicklung einer Strategie zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen durch Verbrennungen und Säureangriffe
Haiti: Sicherheit und Teilhabe von Frauen: Gewährleistung einer die Belange der Frau berücksichtigenden Hilfs- und Wiederaufbaustrategie
Women on the Move
Anlässlich des 75. Geburtstages des Zonta-Clubs Hamburg im Jahr 2006 initiierte der Club eine Spendenaktion zugunsten des Hilfsprojektes „Women on the Move“ im Niger. Die Hilfsorganisation CARE und ZONTA INTERNATIONAL bekämpfen die durch Missernten und AIDS bestehende Not. Mikro-Kredite sollen Witwen und HIV-positiven Müttern eine wirtschaftliche Existenz im Kleingewerbe ermöglichen. Mit lokalen Aufklärungsaktionen wird das Wissen um Gesundheit und vor allem dem Schutz vor Ansteckung mit dem HIV-Virus und die daraus resultierende Krankheit Aids verbreitet.
Beispiele für weitere internationale Projekte
- Women on the move
- Förderverein Marangu e. V., Projekt MACDA (Krankenhaus), Marangu, Tansania
- Peru Aktion e.V., Projekt Prosoya – Haus und Ausbildung für Mädchen